Continental entwickelt Kamera zur Erkennung von Fußgängern und Querverkehr

Die Stereokamera erkennt Fußgänger, die beispielsweise seitlich und halb verdeckt auf die Straße treten, und kann im Notfall eine Bremsung einleiten.  Foto: billiger-autofahren24.de / Continental

Die Stereokamera erkennt Fußgänger, die beispielsweise seitlich und halb verdeckt auf die Straße treten, und kann im Notfall eine Bremsung einleiten. Foto: billiger-autofahren24.de / Continental

Continental wird sein umfassendes Sicherheitssystem Conti Guard um eine Stereokamera als Bestandteil vorausschauender Bremssysteme erweitern. Damit können auch die häufigen Unfälle mit Fußgängern oder kreuzenden Fahrzeugen verhindert oder zumindest abgemildert werden. Diese Verkehrsunfälle machen in Deutschland bisher fast die Hälfte (46,6 Prozent) aller Unfälle mit größerem Personenschaden aus. Da die Stereokamera zwei „Augen“ besitzt, kann sie innerhalb einer Aufnahme über den Unterschied in den Bildern alle Arten von Hindernissen erkennen, von verlorener Ladung bis zu Mensch und Tier sowie deren Distanz und Größe bestimmen. Dies ist mit einer Monokamera nicht zuverlässig genug möglich, der zudem „antrainiert“ werden muss, was ein Auto oder Motorrad ist und die dann auch nur diese erlernten Objekte identifizieren kann.

Die Stereokamera hat eine Reichweite von bis zu 60 Metern und besteht aus zwei hoch auflösenden CMOS-Monokameras, die mit einem Abstand von circa 20 Zentimetern in einem Gehäuse hinter der Windschutzscheibe installiert sind. Während eine Monokamera Distanzen lediglich schätzt, kann die Stereokamera den Abstand zu einem Objekt sowie dessen Höhe über der Straße messen. Möglich wird das durch die perspektivischen Unterschiede zwischen dem linken und rechten optischen Pfad. Auf eine mittlere Distanz von 20 bis zu 30 Metern kann das System Stereokamera die Entfernung bis zum Objekt auf 20 bis 30 Zentimeter genau bestimmen.

Für jeden Pixel eines erkannten Objekts kann eine Bewegungsrichtung auf der horizontalen, vertikalen und longitudinalen Achse bestimmt werden. Mit dieser 6-dimensionalen (6-D) Erkennung ist eindeutig, ob und wohin sich ein Objekt bewegt. Bedingt durch diese Systemgenauigkeit kann die Stereokamera den exakten Aufprallort einer möglichen Kollision errechnen und die verbleibende Zeitspanne optimal für Schutzmaßnahmen nutzen. Die Stereokamera unterstützt dabei über den gesamten Geschwindigkeitsbereich hinweg.

Da die Stereokamera in ihrem Sichtbereich auch mögliche Ausweichwege für das Fahrzeug bestimmen kann, ist es sogar möglich, eine Kollisionswarnung beziehungsweise eine automatische Bremsung früher einzuleiten, wenn kein Ausweichweg zur Verfügung steht. (ampnet/jri)

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09:19 | by Gerd Braas

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