ADAC testet Navigationsgeräte: Großes Display ist Sicherheitsrisiko

Ein großes Display kann Fahrradfahrer verdecken und wird zur Gefahr für die Verkehrssicherheit.  Foto: billiger-autofahren24.de/ADAC

Ein großes Display kann Fahrradfahrer verdecken und wird zur Gefahr für die Verkehrssicherheit. Foto: billiger-autofahren24.de/ADAC

Große Bildschirme bei Navigationsgeräten sind eine Gefahr für die Verkehrssicherheit.

Ist ein Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als 17 Zentimetern (sieben Zoll) ungünstig an der Windschutzscheibe angebracht, können Fußgänger, Motorrad- und Fahrradfahrer vom Autolenker nicht rechtzeitig gesehen werden, sie verschwinden quasi hinter dem Bildschirm. Das große Display hat dann den gleichen Effekt wie der „Tote Winkel“. Außerdem sind die Großen bei der Routenführung nicht übersichtlicher als Geräte mit bis zu fünf Zoll. Das hat der ADAC in einem Test von neun Navigationsgeräten zwischen fünf und sieben Zoll herausgefunden. Sieger beim ADAC-Vergleich ist das Modell Go Live 1015 von Tom-Tom (fünf Zoll), Testverlierer ist das Modell Street Mate GTX-60-3D von Nav Gear (sechs Zoll). Insgesamt erreichen vier Geräte das Urteil „gut“, drei die Bewertung „befriedigend“ und zwei schneiden mit „ausreichend“ ab. Kein Produkt erhielt die Note „sehr gut“.

Getestet wurden Lieferumfang und Vielseitigkeit, Handhabung, Routenberechnung, Navigation sowie Verkehrsinformationen. Das Navigieren erledigen alle Geräte im Test einwandfrei. Handhabung und Montage endeten bei den Geräten von Medion und Nav Gear im Kabelwirrwarr. Tom-Tom, Becker und Falk können hier mit der so genannten aktiven Halterung punkten, an der das Kabel direkt angebracht ist. Auch das veraltete Kartenmaterial bei einigen Geräten ist den Testern negativ aufgefallen. Bei keinem Hersteller war der Stand der Karten auf der Verpackung ersichtlich. Bei Nav Gear war das Kartenmaterial schon zum Kaufzeitpunkt veraltet. Da eine Aktualisierung meist aufwendig und teuer ist, sollten Autofahrer laut ADAC beim Neukauf immer aktuelles Kartenmaterial erwarten können.

Wichtig ist auch die Zeit bis zum Satellitenkontakt. Wer beispielsweise in einem Parkhaus in einem fremden Ort wissen will, in welche Richtung er nach der Ausfahrt fahren muss, ist mit den getesteten Geräten von Garmin, Tom-Tom, Navigon und Mio gut beraten. Nach wenigen Sekunden beginnt die Routenführung. Fast eine Minute müssen Autofahrer bei den Modellen von A-rival und Nav Gear warten – viel zu viel Zeit.

Der ADAC rät, größere Navigationsgeräte nur bei einer großen und tiefen Windschutzscheibe zu nutzen, angebracht an der linken Seite der Windschutzscheibe (neben der A-Säule). Die Verwendung eines iPad als Navigationsgerät an der Frontscheibe ist nach Einschätzung des Clubs grundsätzlich nicht empfehlenswert.

Der ADAC hat mobile Navigationsgeräte getestet.  Foto: billiger-autofahren24.de/ADAC

Der ADAC hat mobile Navigationsgeräte getestet. Foto: billiger-autofahren24.de/ADAC

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15:40 | by Gerd Braas

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